Sehr zufrieden mit Geschäftsjahr 2014

Erweiterungsbau der Hauptstelle Landau soll dieses Jahr beginnen

Sehr zufrieden zeigte sich der Vorstand der VR Bank Südpfalz bei der Präsentation der Bilanzzahlen des Geschäftsjahres 2014. Mit einer Bilanzsumme von 1,78 Milliarden Euro legte das Kreditinstitut um 3,5 Prozent zu und gehört zu den 100 größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Der Jahresüberschuss bewegte sich auf dem Vorjahresniveau von rund 4,9 Millionen Euro.

Vorstand der VR Bank Südpfalz
Der Vorstand der VR Bank Südpfalz blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2014 zurück (v.l.n.r.): Jürgen Büchler, Christoph Ochs (Vorstandsvorsitzender) und Clifford Jordan

Doch wichtiger als die Bilanzsumme sei die Entwicklung des Kundenvolumens, so Christoph Ochs, Vorstandsvorsitzender der Bank. Um 2,4 Prozent auf 1.565,1 Millionen Euro stieg das Kreditvolumen an. Rund 299 Millionen Euro wurden in etwa hälftig an Firmen- und Privatkunden ausgeliehen. 3.629 Kreditanfragen wurde zugestimmt, so dass die durchschnittlich Größe der Kredite 82.400 Euro betrug. „Durch viele kleine Kreditnehmer, sind wir ganz breit aufgestellt", so der Bankvorstand. „Eine Konjunkturschwäche in einer bestimmten Branche kann uns nichts anhaben." Auch bei den Kundeneinlagen konnte Ochs von einem moderaten Wachstum um zwei Prozent auf 2.172,2 Millionen Euro berichten. Ein hoher Anstieg wurde im betreuten Wertpapiervermögen verzeichnet.

Mit einem haftenden Eigenkapital von 18,5 Prozent der Risikosumme übertrifft die VR Bank Südpfalz die von der Bankenaufsicht geforderten acht Prozent um mehr als das Doppelte. „Unsere überdurchschnittliche Eigenkapitalausstattung gibt uns jederzeit die Möglichkeit Kredite auszuleihen“, so Ochs. „Wir leben das traditionelle Bankgeschäft: Geld, das uns die Anleger anvertrauen, leihen wir an Menschen in der Region aus, die wir kennen."

Über 2.550 neue Mitglieder schlossen sich der Genossenschaftsbank im Jahr 2014 an. „Unsere Mitglieder sind die Säule, von der wir getragen werden", erklärte der Bankvorstand. Mit über 48.000 sind das mehr als die Hälfte aller Bankkunden. „Unser Wunsch ist, dass jeder Kunde ein Teilhaber unserer Bank wird", so Ochs. 640.000 Euro des Jahresüberschusses sollen als Gewinn an die Mitglieder ausgeschüttet werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden bei der Vertreterversammlung am 24. April 2015 in der Landauer Festhalle erneut eine 5,6-prozentige Dividende für die ersten 15 Geschäftsanteile vorschlagen; 1,25 Prozent für weitere Anteile.

Einem Zinsüberschuss von 45,1 Millionen Euro (plus 0,5 Prozent) und einem Provisionsüberschuss von 13,1 Millionen Euro (plus 7,7 Prozent) standen Verwaltungskosten von 38,2 Millionen Euro (plus 3,2 Prozent) gegenüber. „Wir brauchen die Einnahmen, um unsere Verwaltungskosten zu decken. Wir möchten in der Fläche präsent sein – das hat seinen Preis", erläutert Ochs. Auch Neueinstellungen und Lohnsteigerungen trugen zur Erhöhung bei. Das Unternehmen beschäftigt derzeit rund 500 Mitarbeiter, darunter 45 Auszubildende. Ochs berichtet, dass für Sommer 2015 erst 15 Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden. „Wir würden gerne 18 Auszubildenden einstellen, aber es ist nicht leicht die Qualität zu finden, die wir brauchen. Eigene Arbeitskräfte auszubilden ist für uns Qualitätssicherung für die Zukunft", so der Bankvorstand.

Stolz zeigte sich der Vorstand über die TÜV-geprüfte Beratungsqualität bei der VR Bank Südpfalz in der Anlage- und Firmenkundenberatung, Immobilienvermittlung und Baufinanzierung sowie der Vorsorgeberatung. „Wir wollen der beste Altersvorsorger in der Südpfalz sein", so Ochs. Dass man nicht nur auf höchstem Niveau berate, sondern Altersvorsorge auch im eigenen Unternehmen erfolgreich durchführe, unterstreicht die Auszeichnung des Unternehmens mit dem Deutschen baV-Preis 2015. Für seine vorbildlichen betrieblichen Altersversorgungslösungen wurde die Genossenschaftsbank in der Kategorie Mittelstand mit dem zweiten Platz geehrt. „Man spricht von dem am besten, was man selber kennt", so Ochs.

Noch in diesem Jahr möchte die Bank mit dem Neubau eines großen Verwaltungsgebäudes in der Waffenstraße in Landau beginnen. Das optisch ansprechende Funktionsgebäude soll über die Queich hinweg mit dem Haupthaus verbunden werden. Ziel sei es, bisher auf mehrere Standorte verteilte interne Abteilungen bei der Zentrale zu bündeln und Kosten zu senken. „Es wäre wesentlich einfacher gewesen auf die grüne Wiese zu gehen. Doch wir wollen in der Stadt bleiben und ein Zeichen setzen", sagte Ochs. Über das Großprojekt hinaus will die Bank die Filialen in Gommersheim, Nußdorf und Ottersheim neu errichten sowie die Filiale in Maximiliansau und den Selbstbedienungsbereich in der Niederlassung Edenkoben umbauen.

Von ihren 42 Wohnungen im Schulze-Delitzsch-Carrée sind laut Ochs 20 Einheiten verkauft und etliche bereits bezogen, obwohl die Vermarktung nun erst richtig beginne. Weitere Interessenten wollten das Großereignis Landesgartenschau abwarten.

Für bevorstehende Erschließungsmaßnahmen in Erlenbach, Knittelsheim, Minfeld, Niederotterbach, Queichheim und Schwegenheim hat die VR Baulandentwicklungsgesellschaft Südpfalz (eine Tochtergesellschaft der Bank) den Zuschlag erhalten.

309.000 Euro hat die Bank für regionale Spenden- und Sponsoringmaßnahmen vergeben. „Wir sind dabei, wenn in der Region etwas passiert", weiß Ochs. Mit außergewöhnlichen Projekten werde die Bank in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiern. Zwei Geheimnisse lüftete der Bankvorstand bereits: Am Tag der Vertreterversammlung, dem Gründungstag des ältesten Vorgängerinstituts der Bank in Edenkoben, finde ein Sternlauf durch das Geschäftsgebiet der Bank statt. „Wir möchten symbolisch darstellen, wie sich die genossenschaftliche Idee damals durch alle Gemeinden verbreitet hat", so Ochs. Weiter nannte er den VR-Sozial-Aktiv-Tag, der in diesem Jahr nicht in unterschiedlichen Gemeinden stattfindet, sondern zentral in  Edenkoben. Dort setzen alle Bankmitarbeiter ein großes Projekt um – ganz nach dem Grundgedanken von Friedrich Wilhelm Raiffeisen „Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele".