VR Bank Südpfalz will durch Qualität begeistern – Bankvorstand sehr zufrieden mit Jahresergebnis 2012

(Landau). 226 stimmberechtigte Vertreter und über 300 Gäste begrüßte Aufsichtsratsvorsitzender Roland Eiswirth zur Vertreterversammlung der VR Bank Südpfalz in der Landauer Jugendstil-Festhalle. Die Vorstandsmitglieder Christoph Ochs, Jürgen Büchler und Clifford Jordan zeigten sich sehr zufrieden mit dem Jahresergebnis der Bank. Die Bilanzsumme der Bank stieg um 1,3 Prozent auf 1,688 Milliarden Euro an.

Vorstand und Aufsichtsrat der VR Bank Südpfalz verabschieden Herbert Collet aus dem Aufsichtsrat der Bank (v.l.n.r.): Vorstandsvorsitzender Christoph Ochs, Eheleute Ingrid und Herbert Collet, Aufsichtsratsvorsitzender Roland Eiswirth und die Vorstandsmitglieder Clifford Jordan und Jürgen Büchler.

Vorstandsvorsitzender Ochs hob das Kreditgeschäft hervor, das in den letzten fünf Jahren um 21,6 Prozent gestiegen ist, davon im letzten Jahr um 5,3 Prozent auf 1,297 Milliarden Euro. „Wir wollen wachsen. Wir wollen jedes mögliche Risiko übernehmen“, nannte Ochs die Ausrichtung des Kreditbereiches der Bank. Über 300 Millionen Euro neues Kreditgeschäft habe die Bank im letzten Jahr herausgelegt. 4.669 Kreditanträge von Mittelständlern und Privatkunden hat die Bank genehmigt. „Kreditmittel, die wir in den Wirtschaftskreislauf in der Region gegeben haben“, so Ochs. „Es gibt keine Kreditklemme. Wir wollen Kreditgeschäft machen. Wir leben davon!“

 

3,9 Millionen Euro investierte die Bank zur Modernisierung ihrer Filialen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung, darunter der Neubau in Wörth, Modernisierungen der Filialen Bellheim und Edesheim sowie der neue SB-Standort Germersheim. Für Ochs ein klares Bekenntnis in die Fläche: „Wir wollen durch höhere Qualität die Kunden begeistern und nicht durch Kosteneinsparung den Gewinn maximieren.“

 

Auf der Passivseite stiegen die bilanziellen Kundeneinlagen um 1,7 Prozent auf 1,294 Milliarden Euro. 84 Prozent der gesamten Kundeneinlagen mit einer Laufzeit unter drei Monaten. Zusammen mit dem verwalteten Wertpapiervermögen fand ein Wachstum um drei Prozent statt. 1,763 Milliarden Euro Kundengelder sind für Ochs ein großer Vertrauensbeweis: „Unsere Kunden wissen, dass sie bei uns eine solide Geldanlage erhalten.“

 

Mit einem Eigenkapital von 163,9 Millionen Euro sei die Genossenschaftsbank überdurchschnittlich ausgestattet. Mit 15,8 Prozent im Verhältnis zur Risikoaktiva habe die Bank fast doppelt so viel haftendes Eigenkapital als aufsichtsrechtlich gefordert. 12,7 Millionen Euro davon sind Geschäftsguthaben der 46.712 Mitglieder der Bank. 2012 verzeichnete die Bank einen Mitgliederzuwachs von 1,5 Prozent.

 

Sehr zufrieden zeigte sich der Vorstandsvorsitzende mit dem Betriebsergebnis nach Bewertung. In Zukunft erwartet der Vorstandsvorsitzende eine weiterhin hohe Kreditnachfrage. Das Einlagengeschäft werde aufgrund der harten Wettbewerbssituation schwierig, aber seine Bank sei gut vorbereitet. Investieren werde das Kreditinstitut in Neu- und Umbaumaßnahmen in Edenkoben, Germersheim, Gommersheim, Nußdorf und Weingarten. „Wir benötigen mehr Raum für Beratung – ein gutes Zeichen“, freut sich Ochs.

 

Was die Bank für die Region bewirke stellte Ochs in einer Leistungsbilanz vor. Die Steuerleistungen der Bank (6,6 Millionen Euro) und ihrer 487 Mitarbeiter (3,7 Millionen Euro), die Kaufkraft durch Gehaltszahlungen (12,9 Millionen Euro), das Auftragsvolumen für die heimische Wirtschaft (6,8 Millionen Euro) sowie Spenden- und Stiftungsmittel (300.000 Euro) würden 30,3 Millionen Euro in der Südpfalz freisetzen. „Wir wollen, dass die Region lebenswert ist – dass die Region nach vorne kommt“, so Ochs. „Das unterscheidet uns von den Direktbanken, die sich nicht für die Gesellschaft und die Region vor Ort einsetzen.“

 

„Die gesetzliche Prüfung des Jahresergebnisses 2012 durch den Genossenschaftsverband ergab keinerlei Beanstandungen“, berichtete Eiswirth. Die Versammlung genehmigte einstimmig den Jahresabschluss 2012. Ebenso den Vorschlag, wie der Jahresüberschuss von rund 4,9 Millionen Euro verwendet wird: Rund 641.000 Euro Dividende werden ausgeschüttet. 5,6 Prozent für die ersten 15 Geschäftsanteile und 1,5 Prozent für alle weiteren Anteile. Der Rest fließt in die Rücklagen.

 

Von den fünf ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedern wurden Roland Eiswirth (Kuhardt), Max Frey (Hördt), Thomas Hirsch (Birkweiler) und Bettina Sabath (Kandel) wiedergewählt. Herbert Collet (Hagenbach) konnte wegen Erreichens der Altersgrenze nicht mehr berufen werden. Sein Mandat wurde vorläufig nicht wieder besetzt. Eiswirth dankte Collet für seine über 30-jährige Arbeit im Aufsichtsrat der Bank, lobte die wertvolle Erfahrung, die Collet immer wieder in den Sitzungen einbrachte, und seinen Sachverstand.

 

Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer nannte die VR Bank Südpfalz eine Volksbank im wirklichen Sinne des Wortes. Er lobte die zahlreichen gesellschaftlichen Projekte und nannte als Erfolgsgeheimnis die Präsenz in der Fläche.