VR Bank Südpfalz will Beratungsqualität weiter steigern und interne Prozesse optimieren – Rückblick auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2012

Sichtlich zufrieden präsentierte der Vorstand der VR Bank Südpfalz die Bilanzzahlen des Geschäftsjahres 2012. Mit einer Bilanzsumme von 1,69 Milliarden Euro legte das Kreditinstitut um 1,3 Prozent zu und gehört zu den 60 größten Genossenschaftsbanken in Deutschland. Der Jahresüberschuss bewegte sich auf dem Vorjahresniveau von 4,8 Millionen Euro.

Christoph Ochs, Vorstandsvorsitzender der Bank, freute sich besonders über den Anstieg des Kreditvolumens um 5,3 Prozent auf 1297,1 Millionen Euro: „Wir sind hier in der Region ein ganz wesentlicher Finanzierer für den Mittelstand und die Privathaushalte.“ Über 300 Millionen Euro hat die Bank 2012 neu an Krediten vergeben. Mit durchschnittlich 65.000 Euro ist die Höhe der Einzelkredite etwas gesunken, da bei den privaten Finanzierungen die Sanierung eine immer stärkere Rolle spiele.


Die Kundeneinlagen stiegen im Vorjahr um 1,7 Prozent auf 1294,1 Millionen Euro. Eine Steigerung um 21,4 Millionen Euro, so Ochs, in Zeiten eines sehr harten Wettbewerbs. „Wir streben keine Preisführerschaft an, sondern wollen mit einer guten und leistungsstarken Beratung zu angemessenen Zinssätzen überzeugen“, nannte Ochs die Ausrichtung des Hauses. Insgesamt hat sich das Wertpapiervermögen der Kunden um 6,8 Prozent erhöht. Für Ochs ein ganz klares Zeichen, dass wieder mehr Vertrauen in die Kapitalmärkte besteht. Er sieht diese Entwicklung als sehr positiv, da in eine gute Vermögensstruktur auch Wertpapiere gehören. Einlagen und Wertpapiere zusammen ergaben für die Bank einen Zuwachs im Kundengeschäft von drei Prozent.


Mit einem haftenden Eigenkapital von 15,8 Prozent der Risikosumme übertrifft die VR Bank Südpfalz die von der Bankenaufsicht geforderten acht Prozent fast um das Doppelte. Substanzstärke misst Ochs eine elementar wichtige Bedeutung zu, da sie seine Bank von den Großbanken unterscheide, die „in der Finanzkrise einiges lassen mussten“.


Rund 600.000 Euro des Jahresüberschusses sollen als Gewinn an die über 46.000 Mitglieder ausgeschüttet werden. Vorstand und Aufsichtsrat werden bei der Vertreterversammlung am 13. Mai 2013 in der Landauer Festhalle erneut eine 5,6-prozentige Dividende für die ersten 15 Geschäftsanteile vorschlagen. 1,5 Prozent für weitere Anteile – satzungsgemäß gekoppelt an den aktuellen Kapitalmarktzins.


Das Bauspargeschäft konnte weiter gesteigert werden. In Zusammenarbeit mit der Bausparkasse Schwäbisch Hall wurden Verträge über 90 Millionen Euro abgeschlossen. 95 Immobilien haben die Berater der Bank vermittelt. Lebens- und Rentenversicherungen über 25,5 Millionen Euro haben Kunden der Bank bei der R+V- und Karlsruher Lebensversicherung abgeschlossen. 13.000 Fonds- und Wohn-Riesterverträge tragen dazu bei, der Altersarmut entgegen zu wirken.


Dass die Arbeit der VR Bank Südpfalz anerkannt wird, zeige der Branchensieg beim 3. Landauer Kundenspiegel, berichtete Ochs stolz. „Für uns eine wertvolle Auszeichnung, weil sie nicht aus einem einfachen Testkauf resultiert, sondern aus einer freien Umfrage von 800 Landauer Kunden.“ Nicht zu toppen, so der Bankvorstand, sei auch die Weiterempfehlungsquote von 100 Prozent, die Bankkunden für das VR-Vorsorgegutachten abgegeben haben. Das Vorsorgegutachten, wie auch der VR-UnternehmerDialog, wurden kürzlich vom TÜV Saarland erfolgreich reauditiert beziehungsweise auditiert.


Die VR Baulandentwicklungsgesellschaft Südpfalz, eine Tochtergesellschaft der Bank, plane Erschließungen im zweiten Bauabschnitt der Gemeinden Altdorf und Bellheim sowie neue Maßnahmen in Minfeld, Erlenbach, Knittelsheim und Schwegenheim.


3,9 Millionen Euro investierte die Bank im vergangenen Jahr zur Modernisierung ihrer Filialen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung. „Wir sehen ein flächendeckendes Filialnetz als klares Alleinstellungsmerkmal im Vergleich zu den Direktbanken“, so Ochs. In diesem Jahr sind Neubauten in Nußdorf und Weingarten, Erweiterungen der Niederlassungen Edenkoben und Germersheim sowie ein SB-Standort in Wörth-Dorschberg geplant.


Zwei Millionen Euro hat die Bank für die Objektentwicklung auf dem Landesgartenschaugelände in Landau in die Hand genommen. Hier gehe es planmäßig voran. Die Beteiligung der Bank an der Vinothek auf dem Landesgartenschaugelände sieht Ochs als klares Bekenntnis zur Region. „Es ist unser Förderauftrag, die Region zu unterstützen. Wir wollen den genossenschaftlichen Gedanken spürbar und erlebbar machen. Hilfe zur Selbsthilfe leisten“, so der Bankvorstand.


487 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 50 Auszubildende, arbeiten für das Unternehmen. Zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für den Vorstand der VR Bank Südpfalz die Garanten für den Erfolg eines Dienstleistungsunternehmens. Hocherfreut waren Ochs, Büchler und Jordan daher über das positive Feedback der Bankmitarbeiter in einer anonymen Befragung des Great Place to Work® Institutes Deutschland zur Unternehmenskultur, wofür die Bank als einer der 100 besten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet wurde.


335.000 Euro hat die Bank für regionale Spenden- und Sponsoringmaßnahmen vergeben. Neben finanzieller Unterstützung engagiert sich die Bank auch wieder mit Arbeitskraft am gesellschaftlichen Leben. Ochs nannte den 8. Juni 2013 als Termin für den diesjährigen VR-sozial-aktiv-Tag, an dem zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ihrer Freizeit zehn gemeinnützige Projekte im Geschäftsgebiet der Bank realisieren. Ab Juni dieses Jahres können sich Sportvereine wieder für die „Sterne des Sports“ bewerben.


Im April und Mai bietet die Bank speziell für Firmenkunden Informationsveranstaltungen zum Thema SEPA an; Vereine werden im Juni über SEPA informiert. Erstmals in diesem Jahr, veranstalten die Auszubildenden der Bank eine „Nacht der Bewerber“. Am 21. Juni präsentieren sich unterschiedliche Unternehmen aus der Region interessierten jungen Menschen in der Hauptstelle Landau.